Was es bedeutet baden zu gehen

© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Steffen Höld, Barbara Horvath, Simon Zagermann, Myriam Schröder© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Steffen Höld, Barbara Horvath, Simon Zagermann, Myriam Schröder© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Barbara Horvath, Myriam Schröder, Steffen Höld, Simon Zagermann© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Simon Zagermann, Barbara Horvath, Steffen Höld© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Myriam Schröder, Steffen Höld
von Bastian Sistig
Regie: Sebastian Schug

URAUFFÜHRUNG
Premiere: 14. November 2014

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Die Versuchsanordnung ist klassisch: Zwei befreundete Paare aus dem Milieu des urbanen gebildeten Mittelstandes – ein Sozialanthropologe, eine Volkswirtin, eine Museumspädagogin und ein Werbedesigner – treffen einander nach längerer Zeit zu einem gemeinsamen Abendessen. Die Beziehungen der vier zueinander spiegeln ein überaus komplexes Geflecht wider; die anfänglich kultivierte Fassade, die elegante, mit Witz und Ironie geführte Konversation werden schnell zum Einsturz gebracht. Sichtbar werden die fragilen Lebenskonzepte einer Gesellschaft, der alles zu jeder Zeit verfügbar und möglich scheint – eine Welt zwischen Individualitätsriten, Globalisierungsprozessen, Adoptionsverfahren, neuem Biedermeier, konventionellem Familienmodell, ruralen Rückzugsfantasien, ökonomischer und ökologischer Ressourcenvergeudung, Markt und Risikoveranlagung, Geld und Geist, Kapital und Krise. Eine Zimmerschlacht in neuem Gewand, die in der Tradition von August Strindberg, Edward Albee und Yasmina Reza Geschlechter- und Sozialverhältnisse pointiert auslotet.
"Trau keinem Freund über dreißig! Sistig trifft ironisch den Ton dieser Mittelschicht, die gerade in Illustrierten ihre popularisierte Definition erfährt. (…) Die Museumspädagogin Franziska (Barbara Horvath) und der Werbedesigner David (Simon Zagermann) kommen auf Besuch zur Volkswirtin Marianne (Myriam Schröder) und dem Sozialanthropologen Karsten (Steffen Höld). Höflichkeiten werden ausgetauscht, sogar ein Geschenk wird abgegeben (eine alte Kuckucksuhr). Langsam kommt das Gespräch in Gang. Die Naive, der Kraftmensch, die Praktikerin und der Zyniker reden sehr leicht aneinander vorbei. Das Ensemble entwickelt die Charaktere dennoch raffiniert. Sich in den Sprachspielen wiederzuerkennen, ja sogar ertappt zu sehen, macht Spaß. Vier Freunde beim Abhängen, was will man mehr? Vielleicht eine Seelenschau? Wird geliefert. (…) Bald bemerkt man, dass diese Frauen und Männer eine weit zurückführende gemeinsame Geschichte haben, die auch Schmerzen bereitet. Hier werden Trennungen vorgeführt, Abschiede, voller Sprachgefühl. Es ist eine einfache Geschichte, doch immer wieder neu." Die Presse

"Sebastian Schug führt gekonnt und mit geschmacklicher Sicherheit Regie, so dass die Balance zwischen mörderischem Ernst und spielerisch lockerem Witz spürbar wird. Souverän sprechen die Paare Steffen Höld und Myriam Schröder und Simon Zagermann und die besonders spitzzüngige Barbara Horvath Lästerungen und Beleidigungen." Kronenzeitung
Die Fotos dürfen honorarfrei ausschließlich für Pressezwecke im Rahmen der Berichterstattung über das Schauspielhaus Wien verwendet werden.

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