Konstellationen

© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Thiemo Strutzenberger, Nicola Kirsch© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Nicola Kirsch, Thiemo Strutzenberger© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Nicola Kirsch© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Thiemo Strutzenberger, Nicola Kirsch© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Thiemo Strutzenberger, Nicola Kirsch© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Thiemo Strutzenberger, Nicola Kirsch© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Thiemo Strutzenberger, Nicola Kirsch
von Nick Payne
Aus dem Englischen von Corinna Brocher
Regie: Ramin Gray
 
Premiere: 31. Dezember 2013
DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG

Vorstellungsdauer: ca. 1 Stunde 10 Minuten, keine Pause
Marianne, Quantenphysikerin, und Roland, Imker, lernen einander bei einem Barbecue kennen. Hier könnte eine ganz alltägliche Liebesgeschichte beginnen, doch Mariannes Beruf bestimmt auf verblüffende Weise den Fortgang des Stücks. Gemäß Mariannes Theorie, dass im Quantenmultiversum jede Wahl, jede Entscheidung, die du getroffen hast oder auch nicht, in einem unvorstellbar riesigen Ensemble von Paralleluniversen existiert, entwirft Payne eine originelle Dramaturgie, bei der unterschiedlichste Konstellationen dieser Beziehung durchgespielt werden: Es gibt Versionen, in denen die beiden es nicht einmal bis zum ersten Kuss schaffen, solche, in denen sie zusammenziehen oder sich trennen, einander betrügen oder treu sind. Nach einigen „falschen“ Abzweigungen scheinen Roland und Marianne endlich bei ihrer eigentlichen Geschichte, welche die einer großen Liebe ist, anzukommen. Doch egal in welchem Universum das Paar – und somit auch wir – leben, am Ende erwartet uns alle der Tod. Payne gelingt nicht weniger, als vor dem Hintergrund dieser ergreifenden Romanze auf leichtfüßige und humorvolle Weise die existentiellen Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem freien Willen und dem Schicksal zu stellen.  
 
Was wäre wenn? Diese Frage darf man sich zu Silvester stellen. Was, wenn zum Beispiel genau in diesem Moment zahllose Kopien von uns völlig verschiedene Existenzen in unzähligen Parallelwelten leben? Das ist das, was laut Stringtheorie der Fall ist: Unser Universum ist nur eines von vielen. Im Quantenmultiversum geschieht alles, was geschehen kann, genau in diesem Augenblick; wir sind völlig autonom und gänzlich machtlos zugleich. Dass Quantenphysik und romantische Komödie keine einander ausschließenden Begriffe sind, beweist der junge britische Autor Nick Payne mit seinem Stück Konstellationen, das zugleich eine berührende Liebesgeschichte und eine pointierte Untersuchung des (physikalischen) Zeitbegriffs ist.
"Eine Quantenphysikerin und ein Imker im Labyrinth ihrer Liebes-Möglichkeiten: Kämpfe um Nähe, Leidenschaft, Zurückweisung, Betrug, Kränkungen, Gleichgültigkeit, Krebs. Der britische It-Dramatiker Nick Payne driftet in seinem jüngsten Stück Konstellationen in einem „Multiversum“, in dem die Kategorie Zeit außer Kraft gesetzt wird. Nicola Kirsch und Thiemo Strutzenberger balancieren in der nahezu schwebenden Inszenierung von Ramin Gray diesen philosophischen Paarlauf bravourös zwischen abgehobener Absurdität und Exzentrik."
profil

"Das ausverkaufte Haus in der Porzellangasse zeigt, dass es auch eine leichtfüßige Silvesterpremiere , bei der viel gelacht wird, bewältigt. (...) Unter der Regie von Ramin Gray tischen Nicola Kirsch als Quantenphysikerin Marianne und Thiemo Strutzenberger als Imker Roland zig Versionen von „Jetzt-Illusionen“ auf. (...) Hier wird die Konsequenz jeder einzelnen Entscheidung gezeigt. Das ist amüsant . (...) Dass das Ensemble von Paralleluniversen Nichtphysiker überfordern könnte, wird von der flotten Regie und den hervorragenden Schauspielern wettgemacht."
Kurier

"Gray konzentriert sich in seiner Inszenierung auf eine naturalistische, jedes noch so kleine Detail einer Handbewegung oder Körperdrehung beachtende Studie der einzelnen Universen. Hoch konzentriert machen die beiden Darsteller das auch beim schnellsten Wechsel nachvollziehbar. (...) Als Studie über die unterschiedlichen Leben, die wir alle – wenn schon nicht in verschiedenen Welten, so doch in unseren Köpfen – leben, ist dieser Abend allemal ein sehenswerter."
Der Standard

"Kirsch versteht es, eine starke und zugleich auch labile Frau zu spielen, die in den komischen Momenten wie in den tragischen ganz natürlich wirkt. Innerhalb von 70 Minuten entsteht durch simple Textmuster ein komplexes Beziehungsgeflecht, das mit seinen witzigen Dialogen oft zum Lachen reizt, letztendlich aber auch zum Weinen bringt. Strutzenberger brilliert mit einem sehnsuchtsvollen kleinen Vortrag über Bienen. (...) Die Konstellationen bleiben spannend bis zum Schluss, sie vermögen ihre Attraktion tatsächlich zu bewahren."
Die Presse
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