Queen Recluse

© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Barbara Horvath, Gideon Maoz© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Barbara Horvath, Gideon Maoz, Steffen Höld© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus /Myriam Schröder, Barbara Horvath© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus /Barbara Horvath, Gideon Maoz© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus /Gideon Maoz, Steffen Höld, Myriam Schröder, Barbara Horvath© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Myriam Schröder, Barbara Horvath© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Steffen Höld, Myriam Schröder, Barbara Horvath© Christian Tabakoff / Schauspielhaus / Barbara Horvath© Christian Tabakoff / Schauspielhaus / Barbara Horvath
von Thiemo Strutzenberger
Regie: Martin Schmiederer
 
Premiere: 14. November 2013
URAUFFÜHRUNG

Vorstellungsdauer: ca. 1 Stunde
Kaum ein Dutzend jener fast 1800 Gedichte, die ihr radikales Lebenswerk darstellen, ließ Emily Dickinson, die postum zu einer Ikone des Feminismus avancierte, zu Lebzeiten publizieren. Abgesehen von den Briefen, mit denen sie Kontakt zur Außenwelt hielt, schrieb sie praktisch nur für sich selbst, zurückgezogen in ihr Zimmer, das sie nur noch in Ausnahmefällen verließ. Diesen historischen Umstand macht sich Thiemo Strutzenberger in seiner Dramatisierung dieses Künstlerinnenlebens zunutze und lässt deren Schwester und Schwägerin immer wieder als Dickinson auftreten. Queen Recluse erzählt von Rollenzuschreibungen und Identitäts-Vexierspielen: In gleichsam spiralförmiger Bewegung nähert sich Strutzenberger mit einer Fülle an kulturhistorischen Materialien und literarischen Bezügen der Psyche einer mutig in die Domänen des Männlichen eindringenden Frau, deren Rückzug ins Private keineswegs als innere Emigration zu lesen ist.
"Die Autorin, Heldin der faszinierenden Szenenfolge Queen Recluse im Wiener Schauspielhaus, legte den Finger auf metaphysische Wunden. Ihre ungemein knappen Gedichte bemühen Gott und die Welt, das Tot-Sein und das Schweigen. Thiemo Strutzenbergers szenischer Essay legt eine tolle Volte hin. Nichts wäre einfacher, als das Los der leutscheuen Emily melodramatisch zu beklagen. Strutzenberger, im Hauptberuf Schauspieler (ein famoser obendrein), stellt Dickinson jedoch vom Kopf auf die Füße. (…) Was wie eine verkopfte Turnübung wirken könnte, ist dank der hervorragenden Schauspieler (Regie: Martin Schmiederer) ein leichtfüßiges Gedankenstück."
Der Standard

"Emily wird in diesem bald tragischen, bald heiteren Stück „Queen Recluse“ in ihren Rückzugsgefechten und Verweigerungshaltungen vorgeführt. Reizvoll wurden Zitate aus ihren Gedichten und Briefen (...)eingearbeitet. (...) Martin Schmiederer hat in der Bühne von Christian Tabakoff subtil Regie geführt und die handelnden Personen in ihre charakteristischen Haltungen eingestellt: Barbara Horvath, Myriam Schröder, Gideon Maoz und Steffen Höld entwickeln sich eindrucksvoll zu ihren Vorbildern. Ein gelungenes Experiment."
Kronenzeitung

"In Strutzenbergers fein gesponnenem Sprachgeflecht reden die um Verständnis und Verstehen bemühten Figuren konsequent und manchmal nicht unkomisch aneinander vorbei. (…) Der mit lang anhaltendem Applaus gefeierte, Ernsthaftes mit spielerischer Leichtigkeit präsentierende Abend dauerte nur eine Stunde. Aber die hatte es auch in sich!"
Wiener Zeitung
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