Princip (Dieses Grab ist mir zu klein)

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von Biljana Srbljanović
Regie: Michał Zadara

Drama in zwei Teilen

Aus dem Serbischen von Vukan Mihailović de Deo und Aleksandra Pejović
Bearbeitung der Übersetzung von Renata Britvec

Premiere: 16. Oktober 2013
URAUFFÜHRUNG

Vorstellungsdauer: 2 Stunden 20 Minuten (inkl. Pause)

Mit serbischen Übertiteln:
am 18. Dezember 2013, 20:00 Uhr
am 17. Jänner 2014, 20:00 Uhr
am 6. Februar 2014, 20:00 Uhr
am 9. März 2014, 19:00 Uhr
am 3. April 2014, 20:00 Uhr
Die serbische Dramatikerin Biljana Srbljanović, international durch ihr Belgrader Kriegstagebuch bekannt, das 1999 während des NATO-Krieges gegen Jugoslawien entstand, gilt als zentrale künstlerische Stimme ihres Landes. Die Autorin geht, anlässlich des 100 Jahre zurückliegenden Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, in ihrem Auftragswerk für das Schauspielhaus Wien vom auslösenden Moment dieses Kriegs aus, dem bis heute folgenreichsten politischen Attentat der Weltgeschichte: In Princip konzentriert sich Srbljanović auf jene Gruppe junger anarchistischer Terroristen um den 18-jährigen bosnischen Serben Gavrilo Princip, die den Mord an dem österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo verübte.

Princip ist indes keine historische Arbeit; um Zeitkolorit geht es der Autorin entschieden nicht. Ausgehend von der unmittelbaren Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs spürt sie der Frage nach, welche Formen der Nationalismus im gegenwärtigen Europa angenommen hat. Srbljanović berücksichtigt in Princip neben unzähligen historischen Quellen auch Ereignisse der jüngsten europäischen Geschichte, thematisiert etwa die Ermordung des ersten demokratisch gewählten Regierungschefs Serbiens, des Premiers Zoran Đinđić 2003 durch anti-westliche Nationalisten – und versteht ihr Stück auch als hochaktuellen Diskussionsbeitrag zu Idee und „Ethik“ des Terrorismus.
"Bravourös. (…)Das jüngste Stück der in Belgrad geborenen und in Paris lebenden Dramatikerin Biljana Srbljanović, die zuletzt selten und nur mehr im Auftrag schreibt, nimmt das Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajevo (1914) als moderne Fallstudie eines Terroraktes ins Visier. Princip wird im Kreis seiner Freunde Nedeljko (Simon Zagermann) und Ljubica (Nicola Kirsch) sowie seiner verkappten Auftraggeber (Florian von Manteuffel und Gideon Maoz) als jugendlich erhitzter, aber messerscharfer Denker gezeichnet. (...) Das Stück arbeitet die Genese und Motivik eines glühenden Enthusiasmus gut heraus. (...) Regisseur Michal Zadara beweist sich als Meister der Feinmotorik. Er entwickelt die nervöse Vorkriegsstimmung in prägnanten Dialogen – mit Komik und Slapstick, ohne je unernst zu werden. Die Absurdität manch informeller Gespräche etwa lässt sich an den Körpern seiner Spieler wunderbar ablesen. Weiße Wände werfen das Gespenst des drohenden Kriegs in Diabildern zurück. (...) Ein sehr gelungener Abend."
Der Standard

"Die Dialoge haben Screwball-Qualität und sogar Humor . (...) Der Schluss ist stark: Er gibt eine Vorahnung dessen, was das grausame 20. Jahrhundert Europa und besonders Jugoslawien antun wird. Sehr sehenswert."
Kurier

"Srbljanović sieht ihr Stück auch als Diskussionsbeitrag zu Idee und „Ethik“ des Terrorismus. Die daraus entstehenden Fragen, Wünsche und Sehnsüchte setzte Michał Zadaras Regie gekonnt um. Ihm zur Seite steht ein fabelhaft besetztes Ensemble , (...) das vom Publikum begeistert gefeiert wurde."
Krone
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