Der Seidene Schuh III. Tag: Die Eroberung der Einsamkeit

© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Steffen Höld, Gideon Maoz, Gabriel von Berlepsch, Thiemo Strutzenberger
© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus / Steffen Höld, Gideon Maoz, Gabriel von Berlepsch, Thiemo Strutzenberger


1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9



Der Seidene Schuh
oder
Das Schlimmste trifft nicht immer zu

von Paul Claudel

III. Tag: Die Eroberung der Einsamkeit

Bearbeitung: Anja Hilling
Regie: Christine Eder

Premiere: 1. November 2012 / 20 Uhr

 

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

 

Zehn Jahre sind vergangen. Doña Musica erwartet das Kind des Vizekönigs von Neapel, der als Don Juan d‘Austria in die Geschichte eingehen wird. Don Pelayo ist tot. Doña Proëza hat Don Camillo geheiratet und herrscht über Mogador. Don Rodrigo ist der königlichen Weisung gefolgt, ist Vizekönig von Amerika und baut in der tropischen Hitze Mittelamerikas den Panamakanal. Im Dschungel fantasiert er von seiner Liebe Doña Proëza. Zu seinem Gefolge gehören Doña Isabel und ihr Ehemann Don Ramiro, der von Rodrigo die Herrschaft über Mexiko bekommen hat, insgeheim aber hofft, dessen Nachfolger zu werden. Für Isabel und Ramiro ist klar: Rodrigo muss verschwinden. Und die beiden haben das Mittel, um dieses Ziel zu erreichen auch bereits in Händen: Sie sind im Besitz des berühmten Briefes an Rodrigo, in welchem Proëza ihn bittet, sie vor Camillo zu schützen. Seit zehn Jahren reist der Brief ungeöffnet durch die Welt und ist mittlerweile eine Legende geworden. Wie erwartet bricht Rodrigo, als er den Brief schließlich erhält, sofort nach Mogador auf, um Proëza zu befreien. Als er mit seiner Flotte vor der afrikanischen Festung liegt, kommt es zum Gefecht mit Camillos Männern. Ein Unterhändler wird auf Rodrigos Schiff entsendet; es ist niemand anderes als Proëza. Endlich stehen sich die beiden Liebenden gegenüber. Ein Happy End scheint zum Greifen nah. Doch Proëza ist nicht allein an Bord gekommen: Sie wird begleitet von ihrer und Don Camillos Tochter, Maria Siebenschwert, die sie in Don Rodrigos Obhut übergibt. Damit ist Proëzas Mission im Diesseits erfüllt und Mogador geht in Flammen auf.

 

Anja Hilling hat die Einladung des Schauspielhauses zur Überschreibung von Paul Claudel wörtlich genommen, eine komplett neue Fassung des III. Tages geschrieben und verlegt Ort und Zeit des Geschehens in die Gegenwart. Dabei geht sie der Frage nach, ob und wie weit der Text heute noch lesbar ist. Am Schauspielhaus Wien war in der Saison 2008/09 die Österreichische Erstaufführung ihres Stücks Schwarzes Tier Traurigkeit zu sehen, der Garten wurde dort in der Spielzeit 2011/12 uraufgeführt.

 

Pressestimmen:

 

"Es waren zwei Königskinder, sie konnten zusammen nicht kommen. So ließe sich Paul Claudels Drama Der Seidene Schuh zusammenfassen. Das Stück, das von der unerfüllten Liebe zwischen Doña Proëza und Don Rodrigo erzählt, schildert diese allerdings etwas ausführlicher: Über vier Akte, 52 Szenen und fast 400 eng bedruckte Buchseiten zieht sich die Handlung des Dramas (...), springt munter zwischen Spanien und Italien, Nordafrika und Amerika (...) hin und her. Auf seiner Weltbühne lässt Claudel die Liebenden einander immer wieder verfehlen. (...) Erst Jahre später, im dritten Akt werden sich die beiden zum ersten und letzten Mal begegnen - auf einem Schiff vor jener nordafrikanischen Festung, wo Doña Proëza inzwischen von einem anderen Mann ein Kind bekommen hat. Das Treffen ist weit von einem Happy End entfernt: Proëza ist nur gekommen, um ihre Tochter Rodrigos Obhut zu überlassen. Sie selbst wird sich mit der Festung in die Luft sprengen. Als das "Gegenteil von Speed-Dating" hat der Spiegel diese seltsame Romanze treffend bezeichnet. Der Seidene Schuh ist die längste Dauererektion der Theatergeschichte . Wenn von Liebe die Rede ist, dann ist hier durchaus auch Sex gemeint - der aber nie vollzogen wird. (...) Das Stück wird nicht verblödelt, aber auch nicht mit heiligem Ernst behandelt. (...) Das spielfreudige Ensemble hat sichtlich Spaß daran, einmal Pluderhosen und Halskrausen tragen und so richtig theatern zu dürfen." Falter

 

 

Gesamtübersicht zur Serie 12/13

Abonnements & Kombi-Tickets zur Serie 12/13

 

Eintrittspreise
Normalpreis 18,- Euro
SeniorInnen 12,- Euro
StudentInnen 9,- Euro

 

4 Folgen an einem Abend / Claudel-Marathon
Normalpreis 44,- Euro (statt 72,- Euro)
SeniorInnen 34,- Euro (statt 48,- Euro)
StudentInnen 22,- Euro (statt 36,- Euro)

 

 
Premiere:

Do, 01. November 2012



 
 


facebook           twitter           YouTube
 



Bg