Die Überflüssigen

© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus  <br> Thiemo Strutzenberger, Max Mayer, Katja Jung, Steffen Höld
© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus
Thiemo Strutzenberger, Max Mayer, Katja Jung, Steffen Höld


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von Philipp Löhle
Regie: Sebastian Schug

Premiere: 1. Oktober 2010 / 20:00 Uhr
Spieldauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG

 

Ein Werbefachmann, der wegen diverser familiärer Todesfälle in sein Heimatstädtchen zurückkehrt, beschließt, den „Wellness-Tourismus“ in der vergessenen Region neu anzufachen, für den er gerade wegen der im Ort herrschenden Lethargie (die Königsklasse der Reizunterflutung) beste Chancen sieht. Seine Revitalisierungsstrategien erweisen sich jedoch als problematisch.

Löhle entwirft in „Die Überflüssigen“ ein Endspiel der Resignation an einem fiktiven Schauplatz namens Lükke: der Untergang als Farce, als hochkomischer Bericht vom Elendsleben in der Mangelzone. Ausgehend von aktuellen Studien zum ökonomischen Abschwung und zur Bildung eines neuen Prekariats in Wittenberge in Deutschland, legt Löhle seinen Western nach wahren Begebenheiten als Wirtschaftsgroteske an oder als Tragikomödie der Depressionskultur in Post-Wendezeiten, die exemplarisch für alle europaweit sterbenden Ex-Industriegegenden stehen könnte.

 

Wie ein Theaterabend zustande kommt, spielt für den Abend selbst keine Rolle. Er steht für sich allein und ist der Raum, um den es eigentlich geht. Ein Raum für tausend Fragen und keine Antwort: Wie leben wir zusammen? Wie gehen wir miteinander um? Wie funktioniert das System, das jemand, ohne uns zu fragen, um uns herum aufgebaut hat, und wie richtet man sich darin ein, wie kann man es verbessern, verändern oder gar umstürzen? Oder, wie bei DIE ÜBERFLÜSSIGEN: Was machen wir mit denen, die aus dem System gefallen sind? Wie gehen wir mit denen um? Wie holen wir sie wieder zurück und, um Gottes Willen, was machen wir denn, wenn sie gar nicht mehr zurück wollen? Und was heißt das dann für uns?

(Philipp Löhle)

Autor Philipp Löhle

Regie Sebastian Schug

Bühne und Kostüme Christian Kiehl

Musik Johannes Winde

 
 
Premiere:

Fr, 01. Oktober 2010



 
 


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