Die X Gebote / VIII. herzwurst. immer alles eine tochter

© Christian Eisenberger ohne Titel (2008)
© Christian Eisenberger ohne Titel (2008)


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von Ewald Palmetshofer / Regie: Sebastian Schug

URAUFFÜHRUNG

 

In Zusammenarbeit mit der Ruhrtriennale


Das Interesse des Schauspielhauses an einer Auseinandersetzung mit den Zehn Geboten, diesem traditionsreichen, jahrtausende alten Gesetzestext, gründet in der Überlegung, wie es sich denn mit einem ethischen Korpus verhält, der im Grunde von keiner Ideologie und Philosophie jemals in Frage gestellt wurde und trotzdem notorisch gebrochen wird.

 

Am Tag, als der Präsident seine Rede hält, fehlt dort und da nur noch ein Fünkchen und die Herzen brennen. Das weiß er nicht. Und wer hätte das gedacht, dass diesen Präsidenten wirklich wer beim Wort nimmt. Außer seine vier Berater und Beraterinnen, die sich wirklich hart dafür ins Zeug und ihm die Rede in den Mund gelegt haben. Schneller als man glaubt steigt ein Herz empor und fällt ein zweites auf den Boden. Weil dieser Präsident den Menschen offensichtlich aus den Herzen spricht. herzwurst. immer alles eine tochter ist ein alptraumhafter Reflex auf die herrschenden, meinungsbildenden Wahrheitsdiskurse, neuerdings auch von rechts, unter dem Namen der Demokratie. Weil eine Meinung völlig ungefährlich ist und für die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs allemal genügt. So besagt das achte Gebote des Dekalogs:

Du sollst nicht falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten.

(Ewald Palmetshofer)

 

In zehn Uraufführungen wird jeweils eines der Gebote bearbeitet. Die Reihung der einzelnen Episoden der Serie orientiert sich dabei nicht an der traditionellen Gebotsfolge.

 

 
1 Gebot 9,- Euro
5 Gebote 40,- Euro
10 Gebote 70,- Euro

 

 

 

 

 
Premiere:

31. Dezember 2009



 
 


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