faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete

© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus <br> Ensemble
© Alexi Pelekanos / Schauspielhaus
Ensemble


1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11



Ewald Palmetshofer / Regie: Felicitas Brucker
URAUFFÜHRUNG

 

Premiere: 2. April 2009

Dauer: ca. 2 Std. (keine Pause)

 

Man trinkt, man isst, es tanzt auch wer. Und weil man manche Menschen, vor allem SIE und IHN, zu ihrem Glück ein bisschen zwingen muss, ist ein dezenter Glücksaktivismus zum Wohl des Nächsten manchmal durchaus angebracht. Und wie schön, wenn alle glücklich wären. Sind sie dann auch, wenn man den Rest der Welt ausblendet, kurz, und den Fernseher nicht anmacht. Den gibt's in der Sauna auch nicht, oder im Krisengebiet, oder im Wald, wo das Glück übrigens ein Reh ist.

Die Gewinnerklasse frisst alles. Ihr Magen ist gut und ihre Verdauung noch besser. Für den Fall, dass einem so ein Nebenmensch gar nicht bekömmlich ist, scheidet man ihn durch die Gemeinschafts-körperöffnungen einfach wieder aus, unten oder oben. Nur manchmal kommt es vor, dass einem eine Grete im Hals stecken bleibt, und dazu muss man nicht notwendigerweise "Faust" heißen. Das kommt in den besten Kreisen vor.

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete befragt Motive aus Goethes Klassiker vor dem Hintergrund der gänzlich kapitalisierten Welt, in der das Glück, der schöne Augenblick, nur auf Kosten der globalen Mehrheit verweilt. (Ewald Palmetshofer)

 

Autor Ewald Palmetshofer

Regie Felicitas Brucker

Bühnenbild Steffi Wurster

Kostüme Irene Ip

 
 
Premiere:

Do, 02. April 2009



 
 


facebook           twitter           YouTube
 



Bg